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| Kultusministerium lehnt Förderung der Hermsdorfer Grundschulsanierung ab |
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| Mittwoch, 25. März 2009 um 23:00 |
![]() Das CDU-geführte Sächsische Kultusministerium lehnt eine Förderung der Sanierung der Hermsdorfer Grundschule ab. Die Gemeinde hat mit ihren insgesamt fünf Grundschulzügen eine Überkapazität von derzeit einem Zug, bis 2013/14 sogar von zwei Zügen. Das geht aus einer kleinen Anfrage des Landtagsabgeordneten Torsten Herbst (FDP) auf Initiative des FDP-Ortsverbandes Ottendorf-Okrilla hervor. „Die Forderung des Ministeriums ist für uns klar,“ erklärt Karsten Stephan, Ortsvorsitzender der FDP Ottendorf-Okrilla, „Minister Wöller möchte nur noch eine Grundschule in Ottendorf-Okrilla haben. Anders kann man die Antwort nicht interpretieren. Zwei Züge zuviel und das offensichtliche Bemühen des Ministeriums, einzügige Schulen nicht mehr zuzulassen, bedeuten die Schließung zweier Ottendorfer Grundschulen.“ Die Liberalen fordern nach den neuen Erkenntnissen eine Debatte um die Zukunft der Ottendorfer Grundschulstruktur. „Wir können die Schulen natürlich in der jetzigen Art und Weise weiterbetreiben. Nur müssen dann alle Sanierungsmaßnahmen von der Gemeinde selbst getragen werden. Das würde dann nicht nur die Hermsdorfer Grundschule betreffen, sondern alle Grundschulen der Gemeinde. Auch die Mittel aus dem Konjunkturpaket könnten nur bei Erfüllung der Ministeriumsforderungen in Anspruch genommen werden. Darauf muss der Gemeinderat reagieren und das Thema auch mit Blick auf Haushalt und Verschuldung erneut auf die Tagesordnung setzen. Nach wie vor ist der Erhalt des Status Quo die beste Lösung für die FDP. Jede andere Lösung bedeutet die Verteilung der Lasten auf die Schultern der Eltern und Schüler. Mit der Schließung von Grundschulen müssten sie weitere Wege in Kauf nehmen und dafür anfallende Kosten tragen. Dagegen steht aber die schwierige Haushaltslage der Gemeinde. Alleine kann Ottendorf-Okrilla keine Sanierung stemmen. Hier muss praktisch und mit kühlen Kopf abgewogen werden, welches Angebot weniger schlecht ist – Drei Schulen ohne Sanierung oder längere Schulwege, aber Förderfähigkeit.“ |