Arbeit allein hält die Jugend nicht PDF Drucken E-Mail
Freitag, 18. Juli 2008 um 01:00
Wie die Sächsische Zeitung am 18.07.2008 berichtete, werden in den Gemeinden des Rödertals bis auf Radeberg die Zahlen der Jugendlichen innerhalb von 12 Jahren stark sinken. Nach der Studie der Stadt-Umland-Region Dresden ist außerdem ein Zuwachs an Bürgern über 65 zu erwarten. Der FDP-Ortsverband Ottendorf-Okrilla dringt vor dem Hintergrund der Studie auf einen stärkeren Ausbau des ÖPNV.

„Die Rödertalgemeinden haben gegenüber den anderen Bautzener Kommunen den entscheidenden Vorteil der Nähe von Dresden,“ erklärt Karsten Stephan, Vorsitzender der Liberalen im Rödertal, „im Grunde könnten sich also die Jugendlichen kaum beschweren. Die Landeshauptstadt ist nicht weit und lockt mit Arbeit und Vergnügen. Das ist ein Punkt, den man bei den jungen Menschen nicht unterschätzen darf. Nur werden vielerorts die Bürgersteige ab 19:00 Uhr hochgeklappt. Wer Jugend im Ort behalten will, muss sie wieder mobil machen.“
Die Liberalen fordern einen grundlegenden Wandel im Öffentlichen Personennahverkehr. Neben der Einführung von Ruftaxis, sollte der Betrieb auf kleinere und sparsame Fahrzeuge umgestellt werden, die auch eine Betreibung von dünn besiedelten Strecken möglich machen. Daneben regt die FDP eine offene Diskussion über Varianten wie den Bürgerbussen an.

Stephan weiter: „Natürlich ist der ÖPNV kein Allheilmittel für den demographischen Wandel. Die Schulschließungen der CDU/SPD-Regierung bleiben auch nicht ohne Folgen. Keine Familie zieht gern in eine Gemeinde, wo die Schule dicht ist. Der Freistaat muss hier den Schulträgern mehr Gewicht geben und Ihnen die Entscheidungen über Klassenstärke und Schulgröße überlassen.“
 
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