| Keine Termine |
| Sachsen braucht deutlich mehr Mediziner-Nachwuchs |
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| Donnerstag, 22. Mai 2008 um 02:00 |
Sozialministerin Helma Orosz (CDU) hat heute ein Programm zur "Förderung von Medizinstudenten zur Steigerung der Bereitschaft zur Niederlassung in unterdurchschnittlich versorgten Gebieten Sachsens" vorgestellt. Gemeinsam mit Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen sollen bis Ende 2014 insgesamt 150 Medizinstudenten finanziell unterstützt werden. Diese verpflichten sich, mindestens vier Jahre in einem unterdurchschnittlich versorgten Gebiet Sachsens als Hausarzt tätig zu sein. Dazu erklärt Kristin Schütz, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag: "Es ist längst überfällig, dass die Politik nicht nur versucht, die immer weniger werdenden Hausärzte auf der Landkarte zu verteilen, sondern mehr Medizinstudenten für diese Tätigkeit vor allem in ländlichen Regionen gewinnt. Die Förderung von maximal 150 Medizinstudenten bis zum Jahr 2014 kann aber nur ein erster Schritt sein. Wenn in den kommenden zehn Jahren 40 Prozent aller 2.600 Hausärzte in Sachsen ihre Praxis aus Altersgründen an einen Nachfolger übergeben wollen, benötigen wir weit mehr Mediziner-Nachwuchs. Wenn sich bedeutend mehr Studenten für dieses Programm interessieren als Plätze vorhanden sind, muss die Staatsregierung offen für einen Ausbau der Kapazitäten sein." In der kommenden Plenarwoche des Sächsischen Landtages steht der FDP-Antrag "Ärztemangel bekämpfen - Medizinstudenten frühzeitig an Sachsen binden" (Drucksache 4/12285 ) auf der Tagesordnung. |